Willkommen bei meinem Schwangerschaftsbericht. Auf dieser Seite ist mein Wohl- bzw. Unwohlbefinden während der Schwangerschaft dokumentiert. Außerdem gibt es hier ein paar Ultraschallbilder von unserer kleinen Chiara zu bestaunen, zwar nicht viele, aber trotzdem eine schöne Erinnerung. Ich denke dieser Bericht ist ganz interessant für die eine oder andere Schwangere, bzw. für die, die es werden möchte.

Die ganze Geschichte begann am 15.11.2004. Ich bin nichts ahnend zu meinem Gynäkologen gegangen um mir wieder mal eine Dreimonats Packung Pillen verschreiben zu lassen. Bei dieser Gelegenheit fand eine Untersuchung statt. Ich habe mir nichts dabei gedacht, da das der ganz normale Vorgang war. Nach der Untersuchung kam dann die Frage ob er mir gratulieren dürfte. Ich habe ihn natürlich ganz verdutzt angestarrt, was will der nur von mir!? Nach einigen Schrecksekunden habe ich dann kapiert worum es geht. Bei dieser Gelegenheit ist dann auch gleich das erste Ultraschallbild entstanden. Ich wiege jetzt 65 kg.

Als ich wieder zu Hause war, musste ich sofort Stefan auf der Arbeit anrufen. Ich sagte ihm: "Ich bin Schwanger - .... Hallo, bist Du noch am Telefon?". Langes Schweigen, und dann, doch ein paar erschrockene Laute! Er konnte nicht viel sagen bis auf: "...wir machen das schon, ich Liebe Dich". Als Stefan dann zu Hause war, habe ich ihm das Ultraschallbild gezeigt. Er hat sich sichtlich gefreut und war gleichzeitig unsicher was da auf ihn zu kommt. Trotz allem haben wir uns gemeinsam gefreut. Wir haben uns viel Unterhalten wie wir das alles machen. Abtreibung war sicherlich kein Thema für uns, wir wollten von vorne herein das Kind bekommen.

Am 02.12.2004 hatte ich meinen nächsten Untersuchungstermin beim Gynäkologen. Diesmal konnte Stefan leider nicht mitkommen, da er arbeiten musste. Im Gegensatz zum ersten Bild, auf dem man nur einen kleinen Punkt gesehen hatte, konnte man jetzt schon ein kleines bisschen mehr erkennen. Der Arzt zeigte mir was der Oberkörper und was der Kopf ist. Unglaublich wie schnell so ein Baby in einem wächst. Bis jetzt fühle ich mich noch ganz gut, ich merke nichts davon, das ich Schwanger bin. Ich kann alles essen, habe keinen Heißhunger und auch sonst fühle ich mich Pudelwohl. Ich bin jetzt in der 8. Schwangerschaftswoche. Soweit ist alles in Ordnung. Ich wiege jetzt 65 kg. (+ 0 kg)

In der Zwischenzeit bin ich ganz normal meinem Arbeitsalltag gefolgt. Ich bin jeden Tag arbeiten gegangen und auch sonst habe ich all das gemacht, was ich vorher auch gemacht habe. Dann sind wir an einem Tag mal Gyros essen gegangen. Ein großer Fehler. Normalerweise esse ich Gyros ja wirklich gerne, aber nach 3-4 Bissen war mir so übel, das ich nicht mehr weiter gegessen habe. Und es kann nicht am Gyros gelegen haben, denn Stefan hat seins gegessen und er meinte das es wie immer schmeckt. Naja, gehen wir halt kein Gyros mehr essen, zumindest nicht solange ich Schwanger bin. Bis auf diese eine Ausnahme ging es mir prächtig.

Am 04.01.2005 hatte ich meinen nächsten Termin. Dies mal ist Stefan mit dabei gewesen. Er hat sich extra einen Tag frei genommen. Auf diesem Bild hat uns der Gynäkologe die Arme und Hände eingezeichnet. Mit viel Phantasie kann man sie aber auch ohne einzeichnen erkennen. Man kann schon genau sehe wo der Kopf und wo die Beine sind, und auch die Nabelschnur ist gut erkennbar. Stefan war fasziniert. Und ich bin es bis jetzt auch jedes mal gewesen. Das ist jetzt die 12. Schwangerschaftswoche und unser Baby befindet sich in der Steißlage. Laut Arzt ist soweit alles in Ordnung. Ich wiege jetzt 65 kg (+ 0 kg)

Morgens wenn ich aufstehe geht es mir meistens nicht ganz so gut. Ich bin etwas wackelig auf den Beinen. Ich muss immer sofort etwas essen. Was ist allerdings nicht egal. Es muss Toast mit Marmelade sein. Bei allem anderen fühle ich mich unwohl. Habe ich erstmal zwei Toasts hinuntergeschlungen, geht es mir wieder richtig gut. Was mich aufregt ist, das ich jetzt fast jede Nacht auf die Toilette rennen muss. Ständig habe ich das Bedürfnis Wasser zu lassen. Stefan und ich machen uns langsam darüber Gedanken was wir alles für die kleine brauchen. Ich habe angefangen eine Liste aufzustellen, auf der die wichtigsten Sachen schon mal draufstehen, damit wir das auch finanziell mit einplanen können. Ich suche im Internet nach Tests über Kinderwagen und Kindersitze und ich gehe auf sämtliche Seiten die über das Thema Baby und Babyausstattung berichten. Im großen uns ganzen geht es mir richtig gut, bis auf die morgendlichen Aussetzer.

Mein nächster Termin brach an. Wir haben den 31.01.2005. Diesmal habe ich eine Videokassette mitgebracht auf der das Ultraschall aufgenommen worden ist. Stefan war auch wieder dabei. Das Ultraschall lieg ganze 12 Minuten. Der Arzt hat sich richtig viel Zeit genommen und uns alles ganz genau gezeigt. Man kann ja auch wirklich schon eine ganze Menge erkennen. Leider hat unser Videorekorder den Geist aufgegeben, ansonsten würde ich euch noch mehr Bilder von Chiara zeigen. Hier kann man schon ganz gut den Kopf, die Nase, die Beine und Arme erkennen. In bestimmten Positionen konnte man auch die Wirbelsäule sehen. Ich wiege jetzt 67 kg (+ 2 kg)

Es ist tiefster Winter draußen. Und ich friere kein bisschen. Am liebsten würde ich nur im T-Shirt nach draußen gehen, Stefan erlaubt es aber nicht, und das ist denke ich auch gut so. Ich habe keine Hitzewellen oder so, aber mir ist grundsätzlich warm. Wenn das doch jeden Winter so wäre.

Bei Jedem Stadtbummel gehen wir jetzt in die Kinderabteilung. Das ist ja alles so süß. Stefan sagt aber wir sollen noch warten. Er möchte noch nichts kaufen. Zu Schade. Es gibt so viele tolle Sachen. Stefan ist da echt ein Pessimist. Es ist ja noch viel zu früh, es kann noch so viel passieren. Auf der einen Seite hatte er ja recht, aber auf der anderen muss man so nicht alles auf einmal kaufen. Wie auch immer. Ich habe ihn dann zumindest schon mal dazu bekommen mit mir in ein Babygeschäft zu fahren. Dort haben wir uns dann Kindersitze, Kinderzimmer und so weiter angesehen. Ich konnte ihn aber leider immer noch nicht weich klopfen.

Eines Abends als ich von der Arbeit nach Hause gekommen bin, habe ich dann aber einen Schock bekommen. So ein Chaos in der Bude. Da hat Stefan angefangen das Kinderzimmer leer zu räumen. Ich habe ja schon vorher genau geplant wie wir umbauen. Stefan hat sich immer dagegen gewehrt, aber ich konnte meinen Dickkopf dann doch durchsetzen. Stefan hat also das Kinderzimmer leer geräumt und den Computer im Wohnzimmer aufgebaut. Genau so habe ich mir das vorgestellt. Das sieht richtig toll aus, und endlich können wir damit anfangen und Gedanken darüber zu machen wie Chiara´s Zimmer aussehen soll.

Die nächste Untersuchung brach an. Wir haben den 04.03.2005. Ich bin in der 20 Schwangerschaftswoche + 4 Tage. Alles ist soweit in Ordnung. Man kann deutlich erkennen wie das Herz schlägt. Aus kann man so langsam eine Nase sowie zwei Augen erkennen. Alle Untersuchungen sind in Ordnung. Ich wiege jetzt 70 kg (+ 5 kg). Wenn alles weiter so läuft wie bisher, ist es echt ein Kinderspiel.

Endlich ist es mir gelungen Stefan davon zu überzeugen, das wir mal was für die Kleine kaufen sollten. Wir sind zu einem großen Babyladen gefahren und haben uns dort in aller Ruhe umgesehen. Es ging jetzt erst einmal darum, einen Kindersitz zu kaufen. Ich habe mich natürlich vorher in Internet umgesehen, und ich wusste genau welches Fabrikat ich haben möchte. Im Geschäft gab es dann eine solche fülle an Farbvarianten, das man fast den Überblick verlor. Der Arzt hat bei der letzten Untersuchung darauf getippt, das es ein Mädchen wird, so richtig wollte er sich allerdings noch nicht festlegen. Unter Berücksichtigung dieser Aussage, mussten wir also darauf achten, das die Farbe sowohl für Jungs als auch für Mädchen geeignet ist. Ich denke wir haben ein gute Auswahl getroffen.

Der 29.03.2005 brach an. Wieder mal hatte ich einen Termin beim Gynäkologen. Erstmals hat er eine Art CTG angeschlossen. Endlich konnte ich das Schlagen eines Herzens hören. Ein wirklich bewegender Moment. Das Herz schlug ganz schnell und meines auch (vor Aufregung). Beim Ultraschall versuchte der Arzt dann nochmals das Geschlecht festzustellen. Das ist dann wohl doch nicht ganz so einfach. Er sagte das es zu 90% ein Mädchen wird, da man eine Kaffeebohne erkennen kann. Beim nächsten mal könnte er aber mehr dazu sagen. Naja, wollen wir mal hoffen, denn ich möchte endlich mal etwas zum Anziehen für die Kleine kaufen. Stefan war auch wieder bei der Untersuchung dabei. Er hat immer richtig viel Spaß. Ich wiege jetzt 70 kg (+ 5 kg).

Es war ein wunderschöner Frühlingstag. Stefan sagte, komm wir fahren weg. Ich fragte nur: "Wohin denn...?". Er grinste nur und ich bin neugierig mitgefahren. Da fährt mein pessimistischer "lass und noch warten" Stefan mit mir zum Babyladen. Und was sollen wir jetzt hier? Stefan stürmte in Richtung Kinderwagen. Wir schauten uns erstmal um. Nach einiger Zeit kam dann eine Verkäuferin zu uns und fragte ob sie uns helfen könne. Stefan meinte dann: "Ja, wir brauchen einen Kinderwagen, der in einen VW Polo Baujahr 1998 passt". Keine leichte Aufgabe wie sich herausstellte. Zunächst haben wir die Kinderwagen die in Frage kommen würden zusammengeklappt und versucht im Kofferraum zu verstauen. Es klappte nicht. Entweder zu lang, zu hoch oder zu groß. Irgendwann kam ich dann auf die Idee alles mal mit einem Zollstock auszumessen. Stefan also mit Zollstock zum Auto um den Kofferraum auszumessen. Anschließend ist er wieder zurück in den Laden gekommen. Mittlerweile kümmerten sich schon 3 Verkäuferrinnen um uns. Ich glaube wir waren ein echter Härtefall für die drei. Es kamen schon so scherzhafte Sprüche wie "Da muss ein neues Auto her". Da dieses jedoch finanziell nicht möglich war, versuchten wir es verzweifelt weiter doch noch den richtigen Kinderwagen zu finden. Wir hatten bestimmt schon so um die 20 Kinderwagen angesehen, die die Verkäuferinnen als die "kleinsten" bezeichneten. Dann habe ich "den" Kinderwagen gesehen. Er hat mir richtig gut gefallen. Alle drei Verkäuferinnen schüttelten den Kopf. Wir fanden er sieht zusammengeklappt klein genug aus. Stefan nahm den Zollstock und musste ausmessen ob es nicht vielleicht doch klappt. Nach ein bisschen ausprobieren, Kinderwagen auseinander nehmen und so weiter hat er dann letztendlich doch die Größe, die wir brauchen. Er hätte aber auch keinen Zentimeter größer sein dürfen. Wenn wir das Gestell zusammenklappen, die Liegeschale und den Himmel abmachen, passt alles in den Kofferraum. Hurra, wir haben einen Kinderwagen. Er wurde sofort auf Abruf bestellt. Damit hat Stefan mich aber wirklich überrascht!

Der 26.04.2005 brach an. Wieder mal wird es Zeit zum Arzt zu gehen. Stefan war mal wieder dabei, er möchte glaube ich keine Untersuchung mehr verpassen. Zuerst gab es ein Ultraschall, anschließend ging es in einen Nebenraum wo ein CTG gemacht worden ist. Die Klopfgeräusche von Chiara hat man wieder ganz deutlich und regelmäßig hören können. Alles in Ordnung, so der Doktor. Na da sind wir ja beruhigt. Und wie sieht es mit dem Geschlecht aus? Es ist zu 95% ein Mädchen. Beim nächsten mal sage ich es 100%. Ja das Spielchen hatten wir letztes mal auch schon gespielt. Gehen wir also mal davon aus, das es ein Mädchen wird. Ich bin jetzt in der 28 Schwangerschaftswoche und ich wiege 73 kg (+ 8 kg). Alles ist soweit in Ordnung laut dem Doktor!

Wir sind genau so weit wie vorher. Noch immer wissen wir nicht ganz sicher ob es ein Mädchen oder Junge wird. Diese entweder oder Angaben vom Arzt sind nicht gerade sehr hilfreich. Wir haben dann einfach mal die Videokassette ausgepackt und in den Videorekorder gestopft, play gedrückt und uns das Video wieder und wieder angesehen. Hier ein Standbild, da ein Standbild. Also wenn das jetzt dieses ist, müsste das hier jenes sein. So diskutierten wir also den halben Abend lang. Und dann kam endlich eine Aufnahme die uns davon überzeugte, das es ein Mädchen ist. Der Arzt erzählte immer was von einer Kaffeebohne, also haben wir danach gesucht, und wir haben diese so genannte Kaffeebohne dann auch gefunden. Es wird ein Mädchen. Ob ich Stefan nun davon überzeugen kann etwas zum Anziehen für die Kleine zu kaufen!? Ich frage mal ganz vorsichtig ob wir in die Stadt fahren (mit einem breiten grinsen im Gesicht). Wir sind dann in ein Einkaufszentrum gefahren und ich habe Stefan dazu bekommen mit mir in die Babyabteilung zu gehen. Das war schon mal Schritt 1 von meinem Plan. Stefan schaute sich um, und das war auch gut so. Stefan stöberte in der einen Ecke und ich in der anderen. Als wir und dann im Mittelgang wieder gefunden hatten, hatte er einen Berg Wäsche auf dem Arm. Was willst Du denn damit, fragte ich. Und er mit einem dicken grinsen: "Na kaufen!". Ganz so extrem war es nicht, jedoch musste ich ihn bremsen damit er nicht wirklich den ganzen Laden leer kauft. Jedenfalls haben wir uns erstmal darauf geeinigt einige neutrale Anziehsachen mitzunehmen, nur für den Fall, das es doch ein Junge wird. Wäre ja nicht so toll einen Jungen in rosa Röckchen zu stecken. Wir haben dann einige Sachen gekauft. Ein paar Tage später waren wir dann noch auf einem Baby-Kleider-Basar. Dort haben wir auch noch mal kräftig zugeschlagen. Wo sonst kommt man günstiger an Hemdchen dran. 3 Hemdchen für 0,50 Euro sind nun wirklich geschenkt. Und die Sachen waren alle recht neuwertig. Ein Baby wächst eben schnell aus der Kleidung raus. Jetzt hatten wir zumindest schon mal eine Grundausstattung, und das hat mich ungemein beruhigt. Jetzt fehlt nur noch der passende Schrank in dem ich die Klamotten verstauen kann. Aber damit werde ich Stefan jetzt ganz bestimmt nicht nerven, schließlich hat er jetzt ja erst nachgegeben und ist mit mir shoppen gegangen. Ich will das jetzt nicht überstrapazieren!

Am 04.05.2005 hatte ich braunen Auslauf aus der Scheide. Ich habe das beim Wasser lassen bemerkt. Ich habe dann gewartet bis Stefan von der Arbeit kam, habe es ihm gesagt und gezeigt. Wir haben dann den Gynäkologischen Notdienst angerufen, da es Mittwoch Nachmittag war. Wir wurden dann zu einer Ärztin in der Nebenstadt weiter verbunden. Dort wurde dann noch mal Ultraschall, CTG sowie eine Untersuchung des Auslaufes gemacht. Die Ärztin bestätigte mir, das es ein Mädchen wird. Wir freuten uns, zwei Ärzte wissen mehr als einer :) Die Ärztin war sich allerdings nicht sicher woher der Auslauf kommt. Es könnte ein Blasensprung sein, es könnte aber auch ein geplatztes Blutgefäß sein. Zur Sicherheit hat sie mich dann ins Krankenhaus einweisen lassen. Auch dort wurde dann noch mal Ultraschall, CTG usw. durchgeführt. Man hat mir dann nochmals bestätigt das es ein Mädchen wird. Also wenn es jetzt doch noch ein Junge wird, dann weiß ich es auch nicht mehr. Ich war dann für zwei Tage im Krankenhaus. Da ein Blasensprung ausgeschlossen werden konnte, wurde ich entlassen. Puh waren wir froh. Wir haben schon richtig Panik bekommen. Zum Dank für die Festlegung des Geschlechtes ist Stefan dann gleich wieder shoppen gefahren. Dies mal haben wir uns Möbel angesehen, denn der Entbindungstermin war ja schon in 69 Tage entfernt. Es wurde also Zeit!

Nach dem wir uns etliche Kinderzimmer angesehen haben, hatten wir uns eigentlich für ein anderes Kinderzimmer entschieden. Stefan hat dann zusammen mit seiner Mama einfach dieses Kinderzimmer bestellt. Zum einen war es nur halb so teuer und zum anderen sieht es dem Zimmer, das wir zusammen ausgesucht hatten sehr ähnlich. Ich wusste nicht, das Stefan das Zimmer schon längst bestellt hatte, aus diesem Grund habe ich auch fast täglich gedrängelt. Er sagte dann immer, wir machen das schon, und wenn wir erstmal ein gebrauchtes Bettchen kaufen. Das hat mich zwar tierisch geärgert aber im nachhinein bin ich dann doch froh das wir ein Zimmer haben, vor allem finde ich es richtig schön! Aber dazu erzähle ich dann später mehr, denn eigentlich weiß ich ja noch gar nicht von diesem Zimmer hier! Also erstmal weiter im Text...

Am 19.05.2005 war es mal wieder Zeit für den Gynäkologen. Interessante Sachen passierten nicht mehr. Er machte ein CTG und Ultraschall und anschließend durfte ich wieder nach Hause gehen. Mit Chiara war soweit immer alles in Ordnung und auch ich hatte keine Beschwerden. Ich wog jetzt 74 kg (+ 9 kg). Meine Werte waren alle im guten Bereich, wie sollte es auch anders sein, ich fühlte mich ja auch gut.

Stefan und Thorsten (ein guter Freund von uns) haben endlich mal gemeinsam Zeit um das Zimmer von Chiara auf Vordermann zu bringen. Wir haben einen Topf weiße Farbe und eine Flasche gelbe Farbe zum einfärben gekauft. Ich wollte ein gelbes Zimmer haben. Da wir vorher weiße Tapeten im Zimmer hatten, wollten wir einfach drüber streichen. Ich habe dann also die Farbe so gemischt wie ich sie gerne hätte. Stefan und Thorsten haben dann angefangen das Zimmer zu Streichen. Irgendwann bin ich dann müde geworden und bin ins Bett gegangen. Die beiden haben die halbe Nacht gestrichen. Als ich morgens aufgestanden bin sagte Stefan dann auch sofort dass das nichts geworden ist. Er hatte glücklicherweise die Kinderzimmertür zu gemacht, damit ich es nicht sofort sehe. Ich habe ihm das nicht abgenommen, denn er klopft öfter mal solche Sprüche, doch dann habe ich es selber gesehen. Ein so hässliches gelb wollte ich unserer Tochter nun wirklich nicht antun. Es sah furchtbar aus! Noch am selben Tag haben wir die Tapeten abgerissen und neue gekauft. Wir haben uns dann für ein orange entschieden. Die ganze Arbeit war umsonst, dabei wollten wir doch nur unnötige Kosten sparen. Aber so ist es mit einem faulen Heimwerker eben. Ein paar Tage später haben wir dann das Kinderzimmer neu tapeziert. Für den Übergang Decke/Wand haben wir Styroporleisten gekauft, damit es auch einen geraden Abschluss gibt. Jetzt war ich zufrieden, wenn ich doch bloß auch die passenden Möbel dazu hätte. Stefan vertröstete mich immer noch damit, das wir noch früh genug Möbel kaufen würden. Der hat gut reden, ich mache mir voll die Gedanken und ihm scheint es egal zu sein!

Der 03.06.2005 brach an. Wieder mal Zeit bei meinem Doc vorbei zu gehen. Chiara lag immer noch in der  Steißlage und auch so war wieder alles in Ordnung. Ich wog jetzt 75 kg (+ 10 kg). Der Doc war zufrieden.

Ich fühle mich Prima. Man merkt immer mehr das Chiara bei mir im Bauch ist. Vor allem Abends im Bett macht sie ganz schön Radau. Ich lege dann immer eine Spieluhr, die wir von Stefans Schwester geschenkt bekommen haben, auf den Bauch. Dabei schläft sie dann eigentlich auch immer ein. Und wenn nicht, muss Stefans helfende Hand her. Er streichelt dann den Bauch so lange bis entweder Chiara oder er einschläft. Eines Tages als ich von der Arbeit gekommen bin, konnte ich meinen Augen nicht trauen....

Ein Bettchen stand in Chiaras Zimmer Und damit noch nicht genug.....

Ein Kleiderschrank war auch gleich dabei! Endlich kann ich Chiaras Sachen in einen Schrank verstauen,. Man war ich überrascht... :)

Und auch die Wickelkommode hat nicht gefehlt. Sogar eine Auflage ist dabei. Das ist ja richtig toll! Da lässt Stefan mich die ganze Zeit zappeln und dann so eine schöne Überraschung!

Das war echt der Hammer. Endlich konnte ich beruhigt schlafen. Wenn Chiara das hätte sehen können, ich glaube sie wäre vor Freude ausgeflippt. Ich fing natürlich sofort an die Sachen zu waschen, zu trocknen und zu bügeln, damit ich sie möglichst schnell in den Schrank packen konnte. Auch das Bett habe ich sofort bezogen. Dabei sind übrigens diese Fotos entstanden. Ich war da so stolz drauf, das ich es mir nicht nehmen hab lassen, alles einmal zu fotografieren! Jetzt kann Chiara kommen! Alles ist bereit für sie!

Es ist der 17.06.2005 und wieder einmal Zeit meinem Doc einen besuch abzustatten. Wie immer gab es eine Ultraschall und CTG-Untersuchung. Und auch dies mal, wie sollte es auch anders sein, war wieder alles in Ordnung! Scheinbar habe ich echt eine Bilderbuch Schwangerschaft. Keine Komplikationen, und auch mein Wohlbefinden ist prächtig. Ich wiege jetzt 76 kg (+ 11 kg).

Alles läuft wie am Schnürchen. Mir geht es gut, Chiara geht es gut und auch Stefan geht es gut. Im Prinzip warten wir jetzt nur noch auf den großen Umzug von Chiara. Wir waren auf einem Sommerfest mit Live Musik und Feuerwerk, das hat richtig viel Spaß gemacht. Es war ja auch super Wetter. Stefan hatte immer ein ungutes Gefühl bei der Sache, aber da der Entbindungstermin erst in einem Monat sein sollte, konnten wir ihn letztendlich doch dazu bewegen das wir hinfahren. Am Ende hatte ja auch er seinen Spaß an der Sache. Mein Bauch wächst jetzt immer schneller. In den ersten Monaten konnte man kaum was sehen, aber jetzt habe ich den Eindruck als würde er jeden Tag größer und Praller sein. Auch mein Busen wird immer straffer. Man merkt allmählich, das es nicht mehr lange dauern wird.

Am 01.07.2005 hatte ich den nächsten Termin beim Gynäkologen. Dies mal hat er auch den Muttermund abgetastet. Er meinte dann nur, es könnte sein das es jetzt schnell geht. Der Muttermund war wohl schon etwas geöffnet und der Gebärmutterhals stark verkürzt. Der Doc war der Ansicht das jeden Moment losgehen kann, evtl. schon am Wochenende. Dann sagte er noch das ich eine schnelle Geburt haben werde. Woher will der das denn wissen? Als ob er schon jemals ein Kind bekommen hat! Ich wiege jetzt 76 kg (+ 11 kg) und ich fühle mich immer noch Pudelwohl!

Der 08.07.2005 brach an. Ich bin gleich morgens zu Arzt gestiefelt. Da ich so etwas wie Wehen bis jetzt nicht verspürt habe war ich ganz gespannt darauf was der Arzt mir erzählen wird. Er untersuchte mich wieder und meinte der Muttermund ist noch weiter auf wie beim letzten mal. Es ist jetzt nur noch eine Sache von ein paar Tagen, wenn nicht sogar nur Stunden. Ob das wirklich alles so schnell geht!? Ich wiege jetzt 77 kg (+ 12 kg) und bis auf meinen Bauch merkt man nichts davon das ich hoch Schwanger bin.

Das musste ich natürlich sofort Stefan berichten. Ich rief in auf der Arbeit an. Ich glaube das war ein Fehler. Der war ja total aufgelöst. Zu Hause zappelte er dann nur noch rum. Wenn ich irgendwo hin wollte war er nervös. Am liebsten hätte er mich ins Schlafzimmer gesperrt und erst raus gelassen wenn es zum Krankenhaus geht. Wir sind dann erstmal nur noch hier bei uns in der Gegend spazieren gegangen, damit Stefan wieder etwas ruhiger ist. Ansonsten ging es mir aber wirklich gut! Langsam bekam ich aber auch Angst vor der Entbindung. Trotz Geburtsvorbereitungskurs weiß man ja nicht so wirklich was auf einen zukommt. Stefan versuchte mich immer zu beruhigen Wir beruhigten uns also immer gegenseitig.

Noch einmal musste ich Stefan schocken. Ganz spontan sind wir mit unseren Nachbarn am 09.07.2005 nach Bochum Total gefahren. So habe ich Stefan noch nie erlebt. Es war richtig voll in Bochum. Vor mir lief ein Nachbar und hinter mir lief ein Nachbar, und Stefan hat mich im Arm genommen, damit mir ja nichts passiert. Seinen Puls konnte man fast schon hören. Nachdem wir eine große Runde gegangen sind haben wir endlich einen Platz zum sitzen gefunden. Wir haben etwas getrunken und den schönen Abend genossen, bis auf Stefan der alle zwei Minuten fragte wie es mir geht und wann wir denn endlich nach Hause fahren. Er fühlte sich richtig unwohl, dabei ging es mir doch richtig gut. Nach einigen Stunden sind wir dann auch nach Hause gefahren und Stefan war glaube ich überglücklich als wir sicher zu Hause angekommen sind. Er ist dann mit mir zusammen ins Bett und hat mir den Bauch gestreichelt. Erst da konnte er sich wieder beruhigen und einschlafen.

In den nächsten 4 Tagen ging es mir auch gut. Zwischendurch hat es hier und da mal etwas gezwickt aber im großen und ganzen war alles problemlos. Wir haben es uns dann so ziemlich jeden Abend zu Hause gemütlich gemacht, mal mit Nachbarn, mal ohne. Stefan wurde langsam auch wieder etwas lockerer. So lange wir zu Hause waren hatte er immer seine Witze gemacht. "Schatz, kannst Du mal in den Keller gehen und was holen? - Schatz, ich habe was im Auto vergessen". Treppensteigen soll ja Wehenfördernd sein, und da wir in der zweiten Etage wohnen gibt es davon so einige die ich bewältigen muss. Ich habe den Spaß aber mitgemacht und bin dann ab und an auch mal runter gegangen. Passiert ist dabei allerdings nichts, außer das ich dann irgendwann doch außer Puste war. Treppensteigen mit einem dicken Bauch vor sich kann ganz schön anstrengend sein. Aber Wehen habe ich keine bekommen!

Der 12.07.2005 brach an und tagsüber ging es mir wie in den Tagen, Wochen und Monaten zuvor richtig gut. Stefan war arbeiten und ich machte den Haushalt, ich bin einkaufen gegangen und auch sonst bin ich meiner täglichen Heimarbeit nachgegangen, bis dann der Abend anbrach. Das jedoch ist eine andere Geschichte, die nicht hier hin gehört. Wer wissen möchte was dann geschah, der klicke bitte auf Geburtsbericht!

Vielen Dank für Euer Interesse an meinem Schwangerschaftsverlauf!

Jennifer

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